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700-800 Millionen verschleudern, verschweigen, verdrehen und beerdigen
24. September 2011, von Philipp FedererDas Tiefbauamt der Stadt Luzern initiierte eine Studie mit der Fragestellung, ob es am Zimmerberg nicht günstigere Ausbaulösungen gibt? Diese Fragestellung ist interessant, weil mit einer billigeren Zimmerbergvariante die Chance der Finanzierung des Tiefbahnhofs Luzern steigt.
Am 1.3.2011 stellte ich dem Stadtrat Fragen zu dieser Studie. Die stadträtliche Antwort wurde diesen Donnerstag behandelt. Ein paar Blitzlichter aus der kuriosen Haltung des Stadtrates.
Ursula Stämmer möchte „das Papier beerdigen“. Damit bleibt die Studie unter Verschluss.
Sie bezeichnete die Präsentation von Paul Roman, die ich ihr im Voraus zustellte, als „irgendwelche Präsentation“, obwohl er auch der Verfasser der städtischen Studie ist. Dieser Paul Roman hat an der Veranstaltung des Komitees Zimmerberg light referiert. Seine Unterlagen sind öffentlich. Sie sind nicht identisch mit dem städtischen Bericht, jedoch enthalten sie die gleichen Themen und Fragestellungen. Der Verkehrsplaner kommt zu zwei Erkenntnissen. Für Thalwil gibt es zwei Lösungsansätze die Knotenprobleme zu lösen. Je nach Variante ist ein Doppelspurausbau der Stammstrecke 700 oder 800 Mio. billiger als der Zimmerberg-Basistunnel.
Der Stadtrat verneint eine billigere Lösung und er behauptet, der billigere Doppelspurausbau sei aus betrieblichen Gründen in Thalwil nicht möglich. Damit stellt sich der Stadtrat gegen die Erkenntnisse der eigenen Studie, die er unter Verschluss hält und die wir nicht einsehen können.
PS: Alle Parteisprecher redeten von Vertrauen und von Freunden im Kt. Zug, die man nicht verärgern dürfe. Im Kantonsparlament von Zug wurde dagegen ein Vorstoss mit Vertretern aus allen Parteien eingereicht. An sie dachten die Luzerner Parteisprecher nicht. Auch sie können die Studie nicht einsehen.

