{"id":3573,"date":"2012-12-12T12:10:11","date_gmt":"2012-12-12T11:10:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/?p=1225"},"modified":"2012-12-12T12:10:11","modified_gmt":"2012-12-12T11:10:11","slug":"nachlese-zur-budget-debatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2012\/12\/12\/nachlese-zur-budget-debatte\/","title":{"rendered":"Nachlese zur Budget-Debatte"},"content":{"rendered":"<p>Der Luzerner Kantonsrat hat gestern das Budget 2013 verabschiedet. Einige marginale &#196;nderungen am Sparpaket sind dank der CVP durchgekommen, die meisten Teile blieben aber wie vorgeschlagen. Das Nachsehen hat insbesondere das Personal und verschiedene Institutionen, die z&#252;geln m&#252;ssen oder mit noch knapperen Mitteln arbeiten m&#252;ssen. Der grosse Druck der vielen DemonstrantInnen, all der Verb&#228;nde, die sich zu Wort gemeldet haben, ging nicht spurlos am Kantonsrat vorbei. Aber f&#252;r eine Richtungs&#228;nderung, sprich Steuererh&#246;hung, braucht es leider noch mehr. Einige Zeichen sprechen f&#252;r ein langsames Umdenken, allerdings nur zaghaft und widerspr&#252;chlich.<br \/>\n&#8211; Bei der FDP bewegt sich so ziemlich nichts. Von der Fraktionssprecherin h&#246;rten wir immer nur, man wolle das Paket nicht aufschn&#252;ren. Nur ja keine Sparmassnahme herausbrechen, sonst breche das Ganze zusammen. Man fragt in solchen Momenten, wozu man dann in Kommissionen und im Parlament sitzt, wenn man zum Budget der Regierung nur Ja oder Nein sagen kann.<br \/>\n&#8211; Die CVP hat mit grossem Unbehagen die allermeisten Sparvorschl&#228;ge mitgetragen. Eine Steuererh&#246;hung sei im Zukunft nicht ausgeschlossen, hiess es mehrmals, aber irgendwie schafft es die Partei nicht, endlich den Anlauf zu nehmen und sich zu einem Ja durchzuringen. Mit jedem Jahr, wo man mit einer Steuererh&#246;hung zuwartet, wird der psychologische Druck, nicht aus der harten Sparfraktion auszuscheren, gr&#246;sser. Und schon bald sind wieder Wahlen und dann will eh keiner f&#252;r eine Steuererh&#246;hung schuld sein.<br \/>\n&#8211; Die Gr&#252;nliberalen haben zwar wortreich auf das Daf&#252;r und Dawider bei den einzelnen Sparmassnahmen hingewiesen, doch am Schluss wusste jeweilen der Rat doch nicht, wof&#252;r sie einstehen. Besonders deutlich wurde das beim Postulat von David Staubli, die Geb&#252;hren f&#252;r den Instrumentalunterricht nicht zu erh&#246;hen. Der Vorstoss schaffte es sogar in die Zeitung. Als es dann aber darum ging, das entsprechende Geld im Budget einzustellen, machte die halbe GLP nicht mit.<br \/>\n-Finanzdirektor Marcel Schwerzmann verteidigte recht schmallippig seine Sparvorschl&#228;ge. Nur einmal gewann er an Fahrt: Als er den Rat davor warnte, mit einer Bemerkung eine &#196;nderung bei der Unternehmensbesteuerung zu verlangen. Ganz Europa w&#252;rde auf eine solche Bemerkung schauen, warnte er. Das war einem als Zuh&#246;rer leicht peinlich. Es w&#228;re zu hoffen, wenn unser Finanzdirektor dann auch mal eine n&#246;tige Steuererh&#246;hung mit der gleichen Empathie und Verve verteidigen w&#252;rde.<br \/>\n-Auf Betonkurs war die SVP. In einem hatte sie aber recht: Die Budgetdebatte erst im Dezember zu veranstalten, ist falsch. Wir wurden n&#228;mlich gestern mit dem Gesch&#228;ft nicht fertig (es fehlt der Ausblick 2014 bis 2016), wir werden im neuen Jahr weiterberaten. Wird das Budget wie letztes Jahr vom Parlament zur&#252;ckgewiesen, so ist unm&#246;glich, das Budget noch im selben Jahr zu verabschieden. Aus meiner Sicht ein klarer Regiefehler.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Luzerner Kantonsrat hat gestern das Budget 2013 verabschiedet. Einige marginale &#196;nderungen am Sparpaket sind dank der CVP durchgekommen, die meisten Teile blieben aber wie vorgeschlagen. Das Nachsehen hat insbesondere das Personal und verschiedene Institutionen, die z&#252;geln m&#252;ssen oder mit noch knapperen Mitteln arbeiten m&#252;ssen. 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