{"id":4332,"date":"2014-12-29T10:05:08","date_gmt":"2014-12-29T09:05:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raffael-fischer.ch\/?p=2854"},"modified":"2014-12-29T10:05:08","modified_gmt":"2014-12-29T09:05:08","slug":"das-jahr-das-war","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2014\/12\/29\/das-jahr-das-war\/","title":{"rendered":"Das Jahr, das war"},"content":{"rendered":"<p>Anl&#228;sslich des allj&#228;hrlichen Festessens im Dezember blickte ich k&#252;rzlich auf das politische Jahr 2014 zur&#252;ck. Es war gepr&#228;gt durch viele Debatten und vier Abstimmungssonntage. F&#252;r verschiedene Vorlagen haben sich viele Gr&#252;ne stark engagiert, wof&#252;r ich mich herzlich bedanke. Dies waren die wichtigsten Ereignisse, hier nochmals in aller K&#252;rze.  <\/p>\n<p>9. Februar<br \/>\nDieses Datum wurde seither zu einem stehenden Begriff f&#252;r die Differenz zwischen der Schweiz und der Europ&#228;ischen Union bez&#252;glich der Personenfreiz&#252;gigkeit. Die &#228;usserst knapp angenommene Initiative gegen die \u00abMasseneinwanderung\u00bb stellt die Zukunft der Bilateralen Vertr&#228;ge seither stark in Frage. Das war ein Tiefpunkt des Jahres 2014. Immerhin erfreute das klare Votum zum FABI-Paket, das die Finanzierung der Bauinfrastruktur sichert. &#8211; Auf kantonaler Ebene erreichte die Initiative f&#252;r die Abschaffung der Liegenschaftssteuern eine Mehrheit. Nur die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger der Stadt lehnten sie ab, da sie grosse Steuerausf&#228;lle nach sich zieht. Das Votum stellt die Finanzlage des Kantons und vieler Gemeinden vor noch gr&#246;ssere Engp&#228;sse, noch mehr Sparen ist angesagt. <\/p>\n<p>18. Mai<br \/>\nWas manche nie f&#252;r m&#246;glich hielten, gelang 2014: Eine milit&#228;rkritische Vorlage erhielt eine Volksmehrheit. Die &#220;berweisung mehrerer Milliarden Franken an die R&#252;stungsindustrie durch den Kauf von 22 Gripen-Kampfjets konnte mit vereinten Kr&#228;ften abgewendet werden. Zugleich erlitt die Initiative f&#252;r einen nationalen Mindestlohn eine krachende Niederlage, die sich  im Verlauf der Kampagne schon deutlich abzeichnete. Ebenso &#252;berraschte das Ja zum lebenslangen Berufsverbot f&#252;r Sexualstraft&#228;ter niemanden; es reiht sich ein in die Serie von rechtsstaatlich bedenklichen Initiativen, die mit der Verwahrungsinitiative 2004 begann. &#8211; Im Kanton Luzern gelang es uns Gr&#252;nen mit den Jungen Gr&#252;nen und der Juso nicht, das neue Stipendiengesetz zu Fall zu bringen. Es erm&#246;glicht unter anderem, dass Studierende als Investitionsobjekte auf den Markt gelangen. Die zunehmende &#214;konomisierung der Bildung gilt es kritisch im Auge zu behalten. <\/p>\n<p>28. September<br \/>\nF&#252;r einmal stimmten die Schweizer\/innen wieder ganz beh&#246;rdentreu ab, zwei Volksinitiativen scheiterten. Manche sprachen von einer R&#252;ckkehr zum \u00abNormalfall\u00bb. Die beiden Vorlagen weckten wenig Emotionen. Einmal mehr &#246;ffnete sich bei der Vorlage f&#252;r eine &#246;ffentliche Krankenkasse aber der altbekannte R&#246;stigraben. F&#252;r eine Extrawurst f&#252;r die Gastrolobby bei der Mehrwertsteuer war dagegen in allen Landesteilen niemand zu haben. &#8211; In der Stadt Luzern erhielt die Initiative der Gr&#252;nen f&#252;r die Rettung der Zentral- und Hochschulbibliothek eine klare Mehrheit von &#252;ber 75% der Stimmen. Mit diesem sensationellen Ergebnis ist der Weg frei, um den Bibliotheksbau endlich zu sanieren und das V&#246;gelig&#228;rtli zu erhalten. Herzliche Gratulation! <\/p>\n<p>30. November<br \/>\nAnders als vor der SVP-Initiative im Februar waren im Oktober und November sehr viele aktiv, um gegen die Ecopop-Initiative anzuk&#228;mpfen. Insbesondere auch wir Gr&#252;nen engagierten uns stark, um klar zu machen, dass diese Art der Anti-Bev&#246;lkerungspolitik f&#252;r uns nichts mit Umweltschutz zu tun hat. Der Erfolg gab uns Recht, die Initiative wurde sehr deutlich verworfen. Hingegen bleibt die Pauschalbesteuerung f&#252;r reiche Ausl&#228;nder\/innen bis auf weiteres bestehen. &#8211; In der Stadt Luzern kann die G&#252;tschbahn saniert werden, das Referendum von Mitte-rechts scheiterte ebenso wie das gr&#252;ne Referendum gegen den Landverkauf im Mattenhof. &#220;berdies beendeten die Stimmb&#252;rger\/innen das jahrelange \u00abGst&#252;rm\u00bb um die Bilder auf der Kapellbr&#252;cke, das von einem Million&#228;r, einer Jungpartei und einer grossen Zeitung aufgezogen wurde.  <\/p>\n<p>Nach diesem Jahr mit vielen Diskussionen &#252;ber Initiativen und Referenden auf allen Staatsebenen folgt 2015 ein nationales Wahljahr. Im Kanton Luzern ist es ein doppeltes Wahljahr, da bei uns (wie in Baselland und Z&#252;rich) die Erneuerungswahlen f&#252;r den Kantonsrat und den Regierungsrat im Fr&#252;hjahr statt finden. So sind wir Gr&#252;nen zun&#228;chst mit der Kampagne f&#252;r die kantonalen Wahlen vom 29. M&#228;rz stark gefordert, bevor wir dann ohne grosse Pause f&#252;r die eidgen&#246;ssischen Wahlen vom 18. Oktober mobilisieren. Vielen Dank im Voraus f&#252;r jede Unterst&#252;tzung, auf die wir in den kommenden Monaten z&#228;hlen d&#252;rfen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl&auml;sslich des allj&auml;hrlichen Festessens im Dezember blickte ich k&uuml;rzlich auf das politische Jahr 2014 zur&uuml;ck. Es war gepr&auml;gt durch viele Debatten und vier Abstimmungssonntage. F&uuml;r verschiedene Vorlagen haben sich viele Gr&uuml;ne stark engagiert, wof&uuml;r ich mich herzlich bedanke. Dies waren die wichtigsten Ereignisse, hier nochmals in aller K&uuml;rze. 9. 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