{"id":4696,"date":"2015-08-19T14:48:24","date_gmt":"2015-08-19T13:48:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/?p=1735"},"modified":"2015-08-19T14:48:24","modified_gmt":"2015-08-19T13:48:24","slug":"klimaveraenderung-handeln-statt-staunen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gruene-luzern.ch\/blog\/2015\/08\/19\/klimaveraenderung-handeln-statt-staunen\/","title":{"rendered":"Klimaver&#228;nderung: Handeln statt staunen"},"content":{"rendered":"<p>Der Regen tat gut. Der Boden war ausgetrocknet und nur mit Gl&#252;ck mussten wir dieses Mal den Nachbarn nicht bitten, unser Trinkwasserreservoir zu f&#252;llen. Unsere hauseigene Quelle gibt nicht viel her und wenn es wochenlang <a href=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/P10004491.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-1737 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/P10004491-150x150.jpg\" alt=\"P1000449\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>nicht regnet, kanns schon mal knapp werden. Kaum hat es jetzt einmal zwei drei Tage geregnet, sagen Leute: Was f&#252;r schlechtes Wetter! Wie auch der Juni manchen als hundsmiserabler Monat in Erinnerung ist. Doch: Selbst dieser Juni war der <a href=\"http:\/\/www.meteoschweiz.admin.ch\/home\/aktuell\/news.subpage.html\/de\/data\/news\/2015\/7\/klimabulletin-juni-2015-ist-online.html\">viertw&#228;rmste seit Messbeginn<\/a>.\u00a0 Unmerklich verschiebt sich unser Koordinatensystem gemeinsam mit der Erw&#228;rmung. Heute erwarten wir ein mediterranes Klima wo wir doch in Mitteleuropa sitzen, wo durchzogene Sommer der Normalfall sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/P1000445.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1738\" src=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/P1000445-225x300.jpg\" alt=\"P1000445\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/P1000446.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1739\" src=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/P1000446-225x300.jpg\" alt=\"P1000446\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a>Offen gesagt, ich habe auch von diesem Sommer profitiert. Ich war fast jeden Tag im See baden. Und solche Stangenbohnen hatte ich noch nie. Und die selber gezogenen Tomaten sind total sch&#246;n gewachsen, obwohl ich einen Fehlstart hinlegte und sie zweimal s&#228;en musste. Das freut das G&#228;rtnerherz. Wir haben<a href=\"http:\/\/www.meteoschweiz.admin.ch\/home\/aktuell\/meteoschweiz-blog.subpage.html\/de\/data\/blogs\/2015\/8\/zweitwaermster-sommer-seit-messbeginn.html\"> 2015 den zweitw&#228;rmsten Somme<\/a>r seit Messbeginn erlebt. Er war 2.5 Grad &#252;ber der Norm der Sommer 1981 bis 2010 und sogar 3.6 Grad &#252;ber dem Durchschnitt der Sommer 1961 bis 1990, was international noch immer als Referenz gilt. Wir sind f&#252;r einmal sogar von Gewittern verschont geblieben, die zogen entweder rechts oder links an uns vorbei, obwohl unser Hang f&#252;r Hagel und Gewitter ber&#252;chtigt ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Unwetter_13.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1740\" src=\"http:\/\/www.michael-toengi.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Unwetter_13-300x225.jpg\" alt=\"Unwetter_13\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> Das war nicht immer so. Gerade ist das Unwetter, das uns vor zehn Jahren &#252;berkam, in Erinnerung. Am Montagmorgen 22. August, war im Unter-Strick ein grosser Rutsch losgegangen. Mehrere andere l&#246;sten sich auf angrenzenden Grundst&#252;cken. Das zum Teil fl&#252;ssige Material floss durch den Wald bis zur Autobahneinfahrt Schlund und staute sich dort. So hatte ich mir das mit der Verkehrsberuhigung nicht vorgestellt&#8230; Das Wasser hatte sich in der lehmigen Erde aufgestaut, Drainager&#246;hren gingen in Br&#252;che und weg war die Schafweide. Erst Jahre sp&#228;ter und eher aus Nostalgie denn aus wirtschaftlichen Gr&#252;nden konnten wir diesen Rutsch flicken lassen. Ach ja, und 2010 wurde unser halber Wald von einem Sturm umgelegt.<\/p>\n<p>Warum diese Ausf&#252;hrungen? Ich erinnere mich noch, wie meine Eltern von fr&#252;heren Wetterereignissen erz&#228;hlten. Wie trocken es 1947 war, als man f&#252;r Regen wallfahren ging. Oder wie kalt 1963 war. Oder das Hagelereignis 1939. Und\u00a0 wie mein Vater Kirschen im Schlag oben pfl&#252;ckte und er auf der Krienseregg oben Schnee sah. An Extremereignissen gibt es alles M&#246;gliche und Unm&#246;gliche. Zu denken gibt aber, dass aller Wetterextreme der letzten 20 Jahren nur noch im Bereich Starkniederschlag, Trockenheit und Hitze zu finden sind. Richtung kalt gibt es mal eine kleine Abweichung, aber kein einziges bemerkenswertes Ereignis mehr.<br \/>\nDiese Verschiebung sollte uns zu denken geben. Denn was f&#252;r den mitteleurop&#228;ischen Hobbyg&#228;rtner noch angenehm sein kann, ist es im Weltmassstab l&#228;ngst nicht mehr. Die Trockenzonen nehmen zu. Ernteausf&#228;lle sind die Folgen. Der Anstieg des Meerespiegels geht mit der Erw&#228;rmung einher und was bei uns eine m&#252;hsame Hitze ist, kann schon in Italien oder Spanien lebensgef&#228;hrlich werden.<\/p>\n<p>Klimapolitik bleibt zu oberst auf der Agenda. Ich hoffe, in der schweizerischen Politik, ganz sicher aber bei mir!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Regen tat gut. Der Boden war ausgetrocknet und nur mit Gl&uuml;ck mussten wir dieses Mal den Nachbarn nicht bitten, unser Trinkwasserreservoir zu f&uuml;llen. 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