Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2002

Qualitätssicherung beim Betrieb des Alters- und Pflegeheims

Archiv: 20. Januar 2002

Postulat der L20/SP Fraktion

Unser Pflegeheim wird zur Zeit für rund 20 Mio. Franken umgebaut und erweitert. Mit dieser grössten Investition in der Geschichte unserer Gemeinde soll eine dem heutigen Standard entsprechende Versorgung von pflegebedürftigen Betagten sichergestellt werden.

Am 9. Januar 2002 hat die FDP- Fraktion eine Motion zur Klärung der betrieblichen und finanziellen Aspekte des neuen Pflegeheims eingereicht. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung müssen auch Aussagen zur Organisation und zur angestrebten Pflege- und Betreuungsqualität definiert werden. Betriebsführung und Organisation sollen der neuen Infrastruktur angepasst, und auf das zukunftsprägende Gebäude massgeschneidert werden.

Die Führung des Heimes liegt beim Sozialvorstehers als Vertreter des Gemeinderates. Die Aufsicht wird durch den Regierungsstatthalter wahrgenommen, es finden zu diesem Zwecke alle 5 Jahre Kontrollen statt. Weitere Institutionen sind an der Weiterentwicklung des Heimbetriebes nicht beteiligt.

Zur Sicherstellung einer fortlaufenden Qualitätsentwicklung bitten wir den Gemeinderat um eine umgehende Auslösung eines Qualitätssicherungsprozesses.

In diesem Prozess sind auch die bisherigen Strukturen zu überprüfen, damit den Betagten ein unbeschwerter Lebensabend in einem menschlichen und angenehmen Atmosphäre ermöglicht werden kann.

Zudem soll geklärt werden, mit welchen Instrumenten Bedürfnisse von Angehörigen und Betagten Bewohnern erfasst werden und wie mit Meinungsverschiedenheiten umgegangen werden soll.

Diese planerische Vorarbeit, welche unter anderem die Wahl einer Qualitäts-Zertifizierungsmethode beinhaltet, soll bis zum Bezug des neuen Pflegeheimes abgeschlossen sein. Das Leben im neuen Gebäude soll mit einem vorbildlichen und frischen Konzept beginnen, welches den Bezug zum modernen Gebäude sicherstellt.