Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2002

Raumbedarf für Kinder und Jugendliche

Archiv: 20. Januar 2002

Postulat der L20/SP Fraktion

Kinder- und Jugendbetreuung ist zur Zeit in aller Munde. Ein gutes Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche gehört zu den Standortvorteilen einer attraktiven Wohngemeinde.

Das erste Angebot der Öffentlichkeit von welchem Eltern heranwachsender Kinder Gebrauch machen können ist die Spielgruppe, für Kinder ab vier Jahren bis zum Kindergartenalter. In Horw wird diese Institution als Ergänzung zum Kindergartenangebot von der Gemeinde finanziert. Dies wird von vielen Familien sehr geschätzt und bringt den Spielgruppen einen grossen Zulauf. Man merkts, die Spielgruppe platzt aus allen Nähten und die Nachfrage steigt stetig.

Bereits dieses Jahr musste die Form der Spielgruppe, bedingt durch das knappe Raumangebot, leicht angepasst werden (grössere Unterrichts- Gruppen) und für das nächste Jahr wird nochmals eine Steigerung der Kinderzahl erwartet. Dazu kommt, dass das Spielgruppenlokal Allmend den heutigen Anforderungen bezüglich Bausubstanz und Vorbereitungsräumen nicht mehr genügt.

Fragen zur ausserschulischen Kinderbetreuung bearbeitet zur Zeit die Arbeitsgruppe "Tagesbetreuung für Kinder" in der Endphase. Gemäss den Ergebnissen der Umfrage dieser Arbeitsgruppe wünschen sich die Horwer/innen verschiedene Massnahmen zur Verbesserung des bestehenden Angebotes in Horw, wie z.B. Mittagstisch, Randzeitenbetreuung. Dies Angebotserweiterungen benötigen zweckmässige Räumlichkeiten.

Im Zentrum Horws sind verschiedene Gebäude vorhanden, die zur Erfüllung dieser Raumbedürfnisse ideal wären; geeignete Räume für die Spielgruppe, Infrastrukturen für einen Mittagstisch und Randzeitenbetreuung, Zimmer für Musikunterricht - damit in Horw neue Synergien entstehen können.

Wir bitten den Gemeinderat in vorausschauender Planung zentral gelegene Räume für Spielgruppe, Kinderbetreuung und sinnvolle Freizeitbeschäftigungen wie Musikschule usw. zu organisieren. Aus einer Zentralisierung von Kinder- und Jugendlichenbetreuung und Musikschule könnten neue Strukturen entstehen, welche neue Formen der Zusammenarbeit untereinander ermöglichen. Ein Zentrum kann nebst der Erfüllung der Bedürfnisse von Spielgruppe, Mittagstisch, Randzeitenbetreuung, Musikschule usw. auch einen sozialen Halt vermitteln und in diesem Sinne gemeinschaftsfördernd wirken.