Fortlaufende Schulraumplanung
Archiv: 18. April 2002
Dringliches Postulat der L20/SP Fraktion
Vor rund zwei Jahren wurde die Horwer Schulraumplanung öffentlich diskutiert. Anlass gab damals die steigenden SchülerInnenzahlen in Kastanienbaum und in St. Niklausen und wie darauf reagiert werden sollte. Dabei liess der Gemeinderat verlauten, dass sich die Gemeinde Horw in der Schulraumplanung sehr fortschrittlich zeige.
Das aktuelle Vorgehen des Gemeinderates bei der Schulraumentwicklung im Bereich Stirnrüti stellt jedoch diese Aussagen in Frage. Währenddem das Quartier bevölkerungsmässig durch die vom Gemeinderat bewilligte Bautätigkeit stetig wächst, wurde die dadurch entstandene Schulraumfrage auf die lange Bank geschoben. Erst dann, so scheint es, wenn die Kindergartenkinder für August 02 - in vorhersehbarer Zahl! - bereits angemeldet sind, beginnt man zu reagieren. Laut der öffentlichen Auflage eines Baugesuch vom 25. März 2002 baut die Einwohnergemeinde Horw für das kommende Schuljahr 02/03 einen neuen Kindergartenpavillon an der Stirnrütistrasse. Weder die Ortsparteien, noch der Einwohnerrat oder der betroffene Quartierverein wurden über das Vorhaben informiert. Welche Überlegungen hinter dem plötzlichen und entsprechend dürftigen Baugesuch stecken ist unklar. Die vom Gemeinderat vorgeschlagene Lösung entspricht nicht der Umsetzung einer fortschrittlichen Schulraumplanung so wie es sich die L2O vorstellt.
Eine vorausschauende Planung muss kontinuierlich überprüft werden. Die notwendigen Zahlen sind in der Einwohnerkontrolle im Gemeindehaus vorhanden. Andererseits muss sie auch neue, sich abzeichnende Entwicklungen aufnehmen (Schulen mit Profil, frühere Einschulung u.a.) und den zukunftsorientierten Projekten (Einführung der Basisstufe, Tagesschule, Schülerhort u.a.) Rechnung tragen. Zudem soll eine geplante Massnahme auch mit anderen Bereichen der Gemeinde , so z.B. mir der Entwicklung weiterer Siedlungsgebiete, der familienergänzenden Kinderbetreuung, der Kinder- und Jugendarbeit oder der Sport- und Freizeitanlagen abgestimmt werden. Eine fortschrittliche Schulraumplanung vernetzt diese verschiedenen Aspekte und schafft durch Ihre Umsetzung möglichst optimale Voraussetzungen für eine offene Weiterentwicklung und Ergänzung. Dieser kontinuierliche Prozess kann als solches nie abgeschlossen werden.
In diesem Sinne fordern wir den Gemeinderat auf, die Schulraumplanung sofort neu zu beurteilen und die geschilderten Einflüsse aufzunehmen.
