Welches sind die Auswirkungen der negativen Abstimmung über das Fahrtenmodell im Schlund?
Archiv: 6. März 2005
Interpellation von Cony Grünenfelder, Namens der Fraktion Grünes Bündnis/Junge Grüne
Der Grosse Stadtrat hatte an seiner Sitzung vom 27. November 2003 den Teil Stadt Luzern des überkommunalen Richtplanes Entwicklungsschwerpunkt Eichhof-Schlund-Bahnhof Horw R2 genehmigt. Kernpunkt dieses Richtplanes war die Abstimmung von Nutzung und Verkehr, durch die Einführung eines Fahrtenmodells sollten die zukünftigen Nutzungen auf die beschränkten Kapazitäten der angrenzenden Strassen angepasst werden.
Obwohl das Territorium der Stadt Luzern vom erwähnten Richtplan nur am Rande berührt wird - der grösste Teil liegt auf Gemeindegebiet von Kriens - ist die Stadt von diesem Richtplan stark betroffen. Einerseits hat die Stadt als Grundeigentümerin mit 150’000m2 Land grosses Interesse an der Koordination der weiteren nutzungsrechtlichen und städtebaulichen Entwicklung im Gebiet Schlund. Andererseits werden die künftige Nutzung und der daraus entstehende Verkehr die Kapazitäten der Horwerstrasse auf der Luzerner Allmend entscheidend beeinflussen.
Am letzten Wochenende hat die Krienser Stimmbevölkerung das im überkommunalen Richtplan vorgeschlagene Fahrtenmodell mit einer klaren Mehrheit abgelehnt.
Es geht darum, im Rahmen der Gesamtplanung Allmend insbesondere die Verkehrsfragen einer nachhaltigen Lösung zuzuführen. Wir bitten den Stadtrat in diesem Zusammenhang um die Beantwortung der folgenden Fragen:
- Wie beurteilt der Stadtrat die Auswirkungen der negativen Abstimmung über das Fahrten-Modell in Kriens auf die Allmend-Planung?
- Welche Konsequenzen hat die Ablehnung auf die städtischen Liegenschaften im Gebiet Schlund?
- Mit welchen Massnahmen will der Stadtrat die städtischen Wohnquartiere vor dem zu erwartenden Mehrverkehr aus dem Gebiet Schlund schützen?
