Leistungsausbau im Busverkehr zwischen Littau/Reussbühl und Luzern
Archiv: 3. November 2008
Motion von Philipp Federer und Monika Senn Berger namens der G/JG-Fraktion
Littau und Reussbühl haben ein schlechteres ÖV-Netz als die Stadt Luzern und deshalb auch einen schlechteren Modalsplit. Bei den Verhandlungen zur Fusion Luzern-Littau wurde ein Leistungsausbau angekündigt. Im Artikel 30 des Fusionsvertrages wird dies bekräftigt und in der Absichtserklärung der Exekutiven ist dies ebenso festgehalten. Die Notwendigkeit einer Anhebung an den Leistungsstandard der Stadt ist anerkannt. Grosse Wohngebiete der Ruopigenhöhe, das Gemeindezentrum und der Staffelnhof sind mit der Stadt Luzern nicht einmal direkt verbunden. Wer heute zum Gemeindezentrum fährt, muss die Linie wechseln und nimmt teilweise tüchtige Wartezeiten beim Umsteigen in Kauf. Der Wechsel vom 12-er auf den 13-er hat an einem Samstag mehrheitlich Wartezeiten von 11 oder 13 Minuten, am Morgen teilweise von keiner Minute, womit der Anschluss auch nicht gewährleistet ist.
Die Grünen fordern, die Planung für Verbesserungen heute schon zu beginnen. In einem Bericht und Antrag sollen dem neuen Parlament Lösungen unterbreitet werden. Die vereinigte Stadt soll sich öv-mässig fortschrittlich positionieren. Die Littauerinnen und Littauer sollen echte Verbesserungen erhalten und nicht mit zu späten und halbherzigen Planungen vertröstet werden.
Hauptproblematik
In den vergangenen 30 Jahren ist das Dorfzentrum Reussbühl, insbesondere die Quartiere Ruopigen und Eichenstrasse/Waldstrasse, stark angewachsen. Was jedoch fehlt, ist eine direkte Anbindung an das Stadtzentrum Luzern, insbesondere den Bahnhof. Mit dem Auto ist man meist schneller im Stadtzentrum Luzern, als man zu Fuss bis zur nächsten Bushaltestelle benötigt. Wenn mit der Fusion Littau/Reussbühl mit der Stadt vereint werden soll, dann ist es wichtig, dass diese Verbindung auch im ÖV stattfindet.
Fahrplanmissstände
Die Busfrequenzen nach bzw. von und durch Reussbühl sind mangelhaft. So fährt die Linie 13 abends und an Sonntagen nicht, bzw. in Kombination mit der Linie 12 nur auf einer reduzierten Strecke. Zudem ist der 30-Minuten-Takt am Samstag nicht attraktiv.
Bei der Anbindung an das Stadtzentrum Luzern ist die mangelnde Frequenz bzw. Linienführung noch gravierender. So fährt ein Bus vom Zentrum Ruopigen zum Bahnhof Luzern bzw. umgekehrt nur ab 20 Uhr und am Sonntag.
Der Stadtrat soll dem Grossen Stadtrat einen Bericht und Antrag unterbreiten. Dieser erfasst die genannte Hauptproblematik, skizziert Lösungsvorschläge und beurteilt sie. Aus einem Variantenfächer soll der Stadtrat Verbesserungen vorschlagen. Zum Variantenfächer gehören die beiden Varianten des Motionsanhangs. Für uns Grüne hat die Variante A klare Vorteile, jedoch könnte sie auch etappiert eingeführt werden.
Anhang:
Zwei zu prüfende Varianten in Text und Bild nach der Idee des Grünen-Vorstandsmitgliedes Christian Kravogel, Eichenstrasse 16, Reussbühl.
Gemeinsamkeit beider Varianten
Beide Varianten sehen einen Ausbau der Linie 13 (Anbindung an die Zentren von Emmenbrücke) sowie eine Anbindung mit dem Stadtzentrum Luzern vor.
Variante A
Die Variante A wird als optimal angesehen. Sie verbindet das Reussbühler Zentrum mit den wichtigsten Zielen in Luzern und Emmenbrücke durch den ÖV. Dies sind insbesondere das Stadtzentrum Luzern, der Bahnhof Emmenbrücke und das Emmen Center. Variante A sieht eine Erweiterung der Buslinie 13 vor sowie eine neue Buslinie, welche Reussbühl mit dem Stadtzentrum Luzern verbindet.
Buslinie 13: Verlängerung der Buslinie 13 bis zum Hallenbad Emmenbrücke, mit Haltestellen am Bahnhof Emmenbrücke, Emmen Center, Wohncenter Emmen und Hallenbad. Zudem muss der Fahrplan so erweitert werden, dass die Linie 13 auch abends und am Sonntag mindestens im 15-Minuten-Takt fährt.
Neue Buslinie: Eine neue Buslinie, welche die einwohnerstarken Quartiere Ruopigen, Eichenstrasse, Waldstrasse, Staldenhöhe und Staffeln mit dem Stadtzentrum Luzern verbindet. Auch diese Linie sollte an allen Wochentagen von 5:30 bis 24 Uhr mindestens im 15-Minuten-Takt fahren.
Variante B
Die Variante B wird als weniger optimal, aber schneller bzw. einfacher realisierbar angesehen. Sie beinhaltet einen Ausbau der Linien 12 und 13. Diese Variante könnte als Vorstufe für Variante A realisiert werden.
Buslinie 13: Verlängerung der Buslinie 13 bis zum Wohncenter Emmen mit Haltestellen Bahnhof Emmenbrücke, Emmen Center und Wohncenter Emmen. Zudem soll die Buslinie 13 neu durch die Quartiere Ruopigen, Eichenstrasse, Waldstrasse geführt werden. Des Weiteren ist es wichtig, dass der Fahrplan so erweitert wird, dass die Linie 13 auch abends und am Wochenende fährt.
Buslinie 12: Feste Verlängerung der Buslinie 12 bis zum Ruopigen Center, wie dies bereits abends und am Sonntag der Fall ist.
Variante A vs. Variante B
Die grössten Nachteile von Variante B sind einerseits der lange Umweg über Littau und andererseits, dass die Quartiere Waldstrasse/Eichenstrasse nicht bedient werden. Die neue Linie bei Variante A würde effizient und attraktiv die Quartiere von Reussbühl mit dem Stadtzentrum verbinden.
| Variante A - Buslinie 13 Verbindung Littau-Reussbühl mit Emmenbrücke | Variante A - neue Buslinie Verbindung Reussbühler Quartiere mit dem Stadtzentrum |
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| Variante B - Buslinie 13 Verbindung von Littau und der Reussbühler Quartiere mit den Zentren von Emmenbrücke | Variante B - Buslinie 12 Anbindung von Reussbühl an die Linie 12 (Littau/Luzern) |
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