Die Initiative ist umzusetzen
Archiv: 7. April 2009
Medienmitteilung Grüne Luzern
Der Kantonsrat hat an der Session vom 6. April 2009 die Initiative "Ja zur Luzerner Naturheilkunde - für Qualität und Kompetenz" zurückgewiesen mit dem Auftrag an die Regierung, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Die Grünen sehen dieses Vorgehen als unnötig, denn der Initiative ist zuzustimmen und sie ist als Ganzes umzusetzen.
Die vorgeschlagenen Eckwerte für den Gegenentwurf beinhalten eine blosse Registrierungspflicht - die faktisch nur eine Meldepflicht ist. Eine solche Regelung kommt der Initiative nicht entgegen und ist nicht ein ernst zu nehmender Kompromiss, denn sie zementiert lediglich den Status quo: es dürfte weiterhin jede und jeder als Naturheilpraktiker arbeiten.
Mit diesem kantonsrätlichen Vorschlag zum Gegenentwurf wird das Anliegen der Bevölkerung nicht wahrgenommen: in nur 2/3 der Sammelfrist wurde die Initiative mit 8472 Unterschriften eingereicht! Die meisten Luzernerinnen und Luzerner haben zu dem eine Zusatzversicherung. Dies zeigt klar, dass eine qualifizierte und kompetente Naturheilkunde ein Bedürfnis ist!
Die Grünen werden sich an der Diskussion über einen allfälligen Gegenvorschlag zur Initiative beteiligen - dabei aber den Standpunkt, dass die Initiative den besten Weg darstellt, nicht aufgeben und werden darauf hinwirken, sie anzunehmen.
