Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2009

Mit Sonne und Wind gegen Atomstrom: "Luzern mit Strom ohne Atom" eingereicht

Archiv: 6. August 2009

Am Mittwoch, 5. August 2009, 10:00 Uhr, haben die Jungen Grünen Luzern vor dem Luzerner Stadthaus bei Caroline Burkart von der Stadtkanzlei die Initiative "Luzern mit Strom ohne Atom" mit 953 beglaubigten Unterschriften eingereicht.

Medienmitteilung Junge Grüne Luzern

Einreichung der Unterschriften vor dem Stadthaus
Sven Puister und Stefanie Wyss von den Jungen Grünen bei der Übergabe der Unterschriften an Caroline Burkart von der Stadtkanzlei vor dem Luzerner Stadthaus.
Die Initiative hat zum Ziel, dass der Strombedarf der Stadt Luzern aus erneuerbaren Energien gedeckt wird und dass somit kein Strom aus Atomkraftwerken mehr bezogen wird. Der Ausstieg aus der Nutzung von Atomstrom soll bis spätestens 2035 erreicht werden.

Mit der Initiative "Luzern mit Strom ohne Atom" soll die Stadt Luzern ebenso wie andere Städte bei der Stromversorgung auf erneuerbare Energien setzen: Zürich zum Beispiel lässt die Lieferverträge für Atomstrom auslaufen, Bern will bis 2039 aussteigen. "Die anderen Städte haben sich für den richtigen Weg entschieden - wir wollen, dass Luzern mitzieht", sagt Manuel Späni vom Initiativkomitee.

Für die Jungen Grünen Luzern ist die Nutzung der Atomtechnologie unverantwortlich:
  • während dem ganzen Produktionszyklus von Atomstrom wird Radioaktivität freigesetzt, diese ist schädlich für die Menschen und die Umwelt
  • Atomstrom ist nicht CO2-neutral
  • die Endlagerung der strahlenden Abfälle ist nicht gelöst
  • die Gefahren im Falle eines Unfalls sind gigantisch und die Atomkraftwerke sind nicht genügend dagegen versichert.
Manuel Späni erklärt dazu: "Beim Unterschriftensammeln konnten wir feststellen, dass viele Menschen unsere Bedenken gegenüber Atomstrom teilen. In der nächsten Zeit geht es nun darum aufzuzeigen, dass der Atomausstieg gelingt, wenn wir konsequent auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen."

Das Initiativkomitee besteht aus: Manuel Späni, Stefanie Wyss, Korintha Bärtsch, Laurin Murer, Samuel Kneubühler, Ralf Hiss, Eva-Maria Knüsel, Katharina Meile, Jonas Ott, Sven Puister und Christian Sager.