Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2010

Partikelfiltern bei schweren landwirtschaftlichen Maschinen

Archiv: 23. März 2010

Postulat von Alain Greter und Mitunterzeichnenden

Der Kanton soll die Nachrüstung von schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit einem Partikelfilter und die Anschaffung von mit einem Partikelfilter ausgerüsteten schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen mittels eines Beitrags fördern. Er leistet damit einen Beitrag zu einer umweltschonenden Landbewirtschaftung und zur Luftreinhaltung.

Begründung:
Zurzeit erfüllen die Traktoren in der Land- und Forstwirtschaft die geltenden gesetzlichen Grenzwerte auch ohne Partikelfilter. Neueste, aktualisierte Modellrechnungen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) schätzen die Dieselrussemissionen aus der Landwirtschaft auf 400 Tonnen pro Jahr.

Die Umweltschutz-Gesetzgebung verlangt, dass der krebserregende Dieselruss minimiert wird. Eine Massnahme des Aktionsplanes gegen Feinstaub des Bundes sieht deshalb vor, dass finanzielle Anreize zum Nachrüsten von Traktoren mit Partikelfiltern geprüft werden sollen ‐ dies unter der Voraussetzung, dass eine Nachrüstung technisch möglich und wirtschaftlich tragbar ist.

Gestützt auf die vorliegenden Erkenntnisse will das BAFU nun mit den Herstellern und Importeuren, welche bereits heute teilweise Modelle von landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit Partikelfiltern anbieten, Gespräche über den Stand der Technik führen. Es sollen auf nationaler Ebene finanzielle Anreize für die Aus- und Nachrüstung von Traktoren näher geprüft werden. In einzelnen Kantonen sind solche Vorhaben bereits angelaufen.

Beispielsweise hat der Kanton Zug auf Anfang 2007 ein «Reglement über die Förderung von Partikelfiltern bei schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen» in Kraft gesetzt. Während fünf Jahren oder bis ein gesetzliches Filterobligatorium in Kraft tritt, werden Aus- oder Nachrüstungen mit 4000 Franken unterstützt. Ähnliche Bestrebungen sind auch in anderen Kantonen (z.B. BE, ZH, SO, GR) im Gang.