Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2012

Interpellation betreffend Auswirkungen des neuen Seetalplatzes für die Gemeinde Emmen

Archiv: 20. März 2012

Andreas Kappeler, Monique Frey und Timo Krebs (Grüne) und Sigisbert Regli (SP) bitten den Emmer Gemeinderat in einer Interpellation vom 20. März 2012 um Auskunft, welche Massnahmen im Zusammenhang mit Mehrverkehr aufgrund der Neugestaltung des Seetalplatzes geplant sind.

Dass die gegenwärtige Situation am Seetalplatz unerfreulich ist, ist unbestritten. Den Verkehrsmoloch Seetalplatz neu zu konzipieren und mit den aktuellen Anforderungen im Bereich Hochwasserschutz zu verknüpfen, ist sinnvoll. Die zusätzlichen Bus- und Velospuren sind auch aus unserer Sicht unbestritten. Das momentan vorliegende Projekt geht jedoch weit darüber hinaus, da massiv mehr Strassenraum erstellt werden soll. Insbesondere die anvisierte Kapazitätssteigerung für den motorisierten Individualverkehr von bis zu 30% sorgt für rote (und grüne) Köpfe.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Neugestaltung des Seetalplatzes um ein kantonales Strassenbauprojekt. Doch die Gemeinde Emmen wird durch das Projekt massiv tangiert. In erster Linie muss ein Blick auf die Strassen und Wohngebiete ausserhalb des Projektperimeters geworfen werden. Die Auswirkungen der gesteigerten Kapazität des Seetalplatzes auf die Seetalstrasse, die Rüeggisingerstrasse, die Gerliswil-/Rothenburgstrasse und die Erlenstrasse sind unklar, respektive benötigen allfällig flankierende Massnahmen. Auch die Gemeinde Emmen ist der Charta für eine nachhaltige städtische Mobilität beigetreten. Diese besagt, dass der Mehrverkehr einzig und alleine durch ÖV, Fuss- und Langsamverkehr abzufangen sei.

Wir bitten den Gemeinderat deshalb, folgende Fragen zu beantworten:
  1. Mit welcher Zunahme an motorisiertem Individualverkehr ist an der Seetalstrasse, der Rüeggisingerstrasse, der Gerliswil-/Rothenburgstrasse und der Erlenstrasse zu rechnen, wenn das Projekt Seetalplatz realisiert wird, so wie es die Regierung des Kantons Luzern vorschlägt?
  2. Wie gedenkt der Gemeinderat den dort generierten Mehrverkehr andernorts zu kompensieren, um der Charta für eine nachhaltige städtische Mobilität zu entsprechen?
  3. Welche flankierenden Massnahmen sind auf dem Gemeindegebiet geplant, um den Mehrverkehr zu regulieren?
  4. Welche flankierenden Massnahmen sind geplant, um das Fortkommen mit dem ÖV auf der Seetalstrasse, und der Gerliswil-/Rothenburgstrasse zu gewährleisten?