Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2013

Flashmob gegen Asylgesetz: Nein-Komitee gedenkt der Toten im Schweizer Asylwesen

Archiv: 1. Juni 2013

Mit einem Flashmob am Samstag, 1. Juni 2013 im Bahnhof Luzern haben Jungsozialisten und Junge Grüne auf die fehlende Solidarität in der Schweizer Asylpolitik aufmerksam gemacht. Nicht nur auf der Flucht sterben Flüchtlinge. Auch in der Schweiz begehen immer wieder Menschen während dem Verfahren Suizid.

«Es kann nicht sein, dass ein reiches Land wie die Schweiz seine Verantwortung gegenüber Menschen in Not nicht wahrnimmt. Die erweiterte Lagerpolitik und die Abschaffung der Wehrdienstverweigerung als Asylgrund führen lediglich zu mehr Not und Verzweiflung. Diese Stressfaktoren für Menschen in einem Asylverfahren können durchaus zu mehr Suiziden führen», sagt Jana Aregger, Komiteesprecherin im Kanton Luzern und Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Kanton Luzern.

Zu wenig Menschlichkeit
Das Nein-Komitee bedauert, dass in der derzeitigen Diskussion die Asylsuchenden entmenschlicht werden. Mit Begriffen wie Asylmissbrauch wird Stimmung gegen Menschen in Not gemacht. «Mit dem Begriff «Asylmissbrauch» wird suggeriert, dass die Asylsuchenden lediglich in die Schweiz kommen, um unser System zu missbrauchen. Tatsächlich stellen sehr viele Flüchtlinge ein Gesuch aus prekären Ländern wie Afghanistan oder Eritrea. Mit der Revision legen wir bedrohten und verfolgten Menschen weitere Steine in den Weg bei uns Schutz zu finden», erklärt Gian Waldvogel, Co-Präsident der Jungen Grünen Kanton Luzern.

Flashmob 1.6.13, Bahnhof Luzern, Bild 1 Flashmob 1.6.13, Bahnhof Luzern, Bild 2