Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2014

Postulat zur raschen Realisierung der Buspriorisierung Spitalstrasse

Archiv: 2. Mai 2014

Theres Vinatzer namens der SP-/Juso-Fraktion und Christian Hochstrasser namens der Grünen/Jungen-Grünen-Fraktion bitten den Stadtrat zu prüfen, ob die Planung der Buspriorisierung vorgezogen und so rasch als möglich angegangen werden kann. Vorstellbar wäre beispielsweise eine durchgehende Busspur von der neuen Haltestelle bis Kreuzstutz und in der Gegenrichtung von der Haltestelle Luzerner Kantonsspital bis zum Schlossbergkreisel. Zudem soll die Einrichtung eines durchgehenden Velostreifens (allenfalls als kombinierte Bus- und Velospur) auf der Spitalstrasse in beide Richtungen möglichst rasch angegangen werden.

Wie in der Dringlichen Interpellation 182 von Jules Gut vom 7. April 2014 geschildert, ist die Verkehrssituation auf der Spitalstrasse ab ca. 16.15 bis gegen 19.00 Uhr dramatisch. Die Erreichbarkeit des Luzerner Kantonsspital (LUKS) ist in dieser Zeit stark eingeschränkt.

Dieser Zustand besteht seit Langem und hat sich mit der Umgestaltung des Seetalplatzes und der Sperrung der Reusseggstrasse noch verschärft. Die Spitalstrasse ist bei Feierabend regelmässig so verstopft, dass auch die Busse im Stau stecken und nur mit grosser Verspätung ihr Ziel erreichen. Die Autos stauen sich oft weit ins Parkhaus des Luzerner Kantonsspitals zurück, so dass Patienten, Besuchern und Mitarbeitenden, die aufs Auto angewiesen sind, täglich sehr viel Geduld abverlangt wird. Trotzdem hindert die heutige Situation einige Mitarbeitende daran, auf den ÖV umzusteigen, weil die Verspätungen der Busse dazu führen, dass die Anschlussverbindungen am Bahnhof Luzern oft verpasst werden und dies zu sehr langen Arbeitswegen führt. Aber auch für die Velofahrenden gibt es oft kaum ein Vorbeikommen an den Autokolonnen. Zu guter Letzt wird auch die ausfahrende Ambulanz durch die dicht stehenden Autokolonnen behindert und kann wertvolle Zeit verlieren.

Der Stadtrat bestätigt in seiner Antwort auf die Interpellation 182, dass für ihn die Erreichbarkeit des Luzerner Kantonsspitals einen hohen Stellenwert hat. Im Agglomerationsprogramm Luzern der zweiten Generation sind Buspriorisierungsmassnahmen vom LUKS bis Kreuzstutz bzw. Knoten Schlossberg vorgesehen. In der Mobilitätsstrategie der Stadt Luzern sind diese Massnahmen in der mittelfristigen Planung bis 2020 vorgesehen.

Als Sofortmassnahme soll noch dieses Jahr die nördliche Bushaltestelle vor das Parkhaus verschoben werden. Auch wird der Einsatz von Verkehrsdiensten beim Kreisel Kreuzstutz und die Installierung der Dosierstelle Gasshof geprüft.

Diese Massnahmen sind richtig. Wir glauben jedoch, dass sie die Situation nicht wesentlich zu entschärfen vermögen.

Damit die Erreichbarkeit des LUKS auch im Feierabendverkehr gewährleistet ist und der ÖV- und der Langsamverkehr wieder fliessen können, bitten wir daher den Stadtrat zu prüfen, ob die Planung der Buspriorisierung vorgezogen werden, und so rasch als möglich angegangen werden kann. Vorstellbar wäre zum Beispiel eine durchgehende Busspur von der neuen Haltestelle bis Kreuzstutz und in der Gegenrichtung von der Haltestelle Luzerner Kantonsspital bis zum Schlossbergkreisel. Zudem soll die Einrichtung eines durchgehenden Velostreifens (allenfalls als kombinierte Bus-/Velospur) auf der Spitalstrasse in beide Richtungen möglichst rasch angegangen werden.