Postulat: Mängelmeldungen an die Stadt: Erfolgreiche Zürcher-App auch für Luzern?
Archiv: 1. September 2016
Marco Müller und Noëlle Bucher namens der G/JG-Fraktion bitten den Stadtrat aufzuzeigen, wie ein Instrument wie die App "Züri wie neu" in Zürich auch in Luzern eingesetzt werden kann.
Schlaglöcher in der Strasse, eine defekte Strassenlampe oder überquellende Abfalleimer - in der Stadt Zürich können Schäden an der Infrastruktur seit 2013 via Internet oder App gemeldet werden. "Züri wie neu" heisst das Angebot. Man gibt die Adresse ein - auf dem Smartphone kann man sich bequem orten lassen -, markiert auf der Karte den genauen Ort, beschreibt den Schaden oder lädt ein Foto davon hoch, gibt eine E-Mail-Adresse an und schickt die Meldung ab. Innert wenigen Tagen bekommt der Absender eine Antwort von der Stadt. Innert 3 Jahren gingen über 8'500 Meldungen bei der Zürcher Stadtverwaltung ein. Die Zürcher haben das Modell aus England übernommen, dort ist "fix my street" schon länger ein grosser Erfolg.
Gemäss telefonischer Auskunft des Tiefbauamts der Stadt Zürich können die eingehenden Meldungen dank Kategorisierung ressourcenneutral bearbeitet werden. Kosten entstanden im Pilotjahr (für Applikation und Bewerbung); seit der definitiven Einführung gibt es geringe jährliche Kosten für den Unterhalt und die Weiterentwicklung des Tools.
Filippo Leutenegger, Vorsteher des Tiefbauamtes Zürich, ist gemäss der Medienstelle vom Nutzen dieses Instrumentes begeistert. Die Menschen, die eine Meldung an die Stadt machen, fühlen sich ernst genommen, es schafft Nähe zur Verwaltung und führt zu einer höheren Identifikation mit der Stadt.
Die G/JG-Fraktion bittet daher den Stadtrat aufzuzeigen, wie ein solches Instrument auch in Luzern eingesetzt werden kann. Folgende Massnahmen sind denkbar:
- Die erfolgreiche App "Züri wie neu" auch in Luzern einzuführen (Adaption 1:1, "Luzern wie neu").
- Die Funktionen dieses Angebotes in die bereits bestehende App der Stadt Luzern, auf der Website www.stadtluzern.ch, der Facebooksite www.facebook.com/StadtLuzern (allenfalls Twitter @stadtluzern) zu integrieren und diese neuen Möglichkeiten aktiv zu kommunizieren.
- Das Potential solcher Instrumente zu prüfen hinsichtlich
- effizienter und innovativer Kommunikation
- Beteiligung der Bürger/innen
- Reduktion von Vandalismus und Littering
- Erreichbarkeit der Verwaltung
- Bürgernähe (Abbau Barriere zwischen Stadtverwaltung und Bewohner/innen).
- Grundsätzlich zu prüfen, wie der Kontakt mit den Bürger/innen vermehrt über innovative, niederschwellige und interaktive Instrumente der Onlinekommunikation verstärkt werden kann.
