Anfrage über die Winterolympiade 2026 in der Schweiz
Archiv: 13. September 2016
Monique Frey und Mitunterzeichnende bitten den Regierungrat mit einer Anfrage um die Beantwortung einiger Fragen im Zusammenhang mit der Winterolympiade 2026.
Anfang Juni ist bekannt geworden, welche fünf Bewerbungen für eine Winterolympiade 2026 bei Swiss Olympic eingegangen sind. Bei zwei Bewerbungen war der Kanton Luzern mehr oder weniger aktiv dabei:
- Seitens der Zentralschweizer Regierungskonferenz ging kurz vor Ende der Anmeldefrist das Projekt «Zentralschweiz 2026» bei Swiss Olympic ein. Dieses wurde allerdings mittlerweile wieder zurückgezogen.
- Eine Interessengemeinschaft «Switzerland 2026» möchte die Winterolympiade möglichst dezentral in der ganzen Schweiz austragen. Nachdem die Regierungsräte von Zürich und Bern abgesagt haben, besteht ein Interesse, Luzern als Host City einzubeziehen.
Ende 2016 soll klar sein, welches Projekt weiter verfolgt und dann im September 2017 beim IOC eingereicht werden soll.
Aus diesem Grund bitten wir den Regierungsrat, folgende Fragen zu beantworten:
- Der Kanton Luzern möchte laut Regierungsrat Guido Graf eine Kandidatur Schweiz unterstützen. Wie sieht das kurzfristige (Start 2016) und wenn erfolgreich längerfristige Budget (Start bis 2019) für diese Unterstützung aus.
- Wie viele Gelder sind für diese Unterstützung aus dem Lotteriefonds vorgesehen?
- Auch die Bündner haben erneut eine Kandidatur eingegeben. Allerdings ist diese durch den Regierungsrat und das Parlament abgesegnet. Wer wird welche weiteren Entscheide für den Kanton Luzern in dieser Angelegenheit fällen? Ist eine Botschaft im Kantonsrat zu erwarten?
- Im Zusammenhang mit der Sommerolympiade in Rio waren die Investitionen und Nachhaltigkeit der vergangenen Olympiaden ein Thema. Grundsätzlich waren die Gesamtkosten für die Vorbereitung und Austragung der Spiele immer viel höher, als das Budget vorsah. Die Kosten der Schuldenabtragung, die Instandhaltung der Sportstätten, der Erhalt der Infrastruktur und für die Umweltschäden waren nie eingerechnet worden. Viele Sportstadien haben kein nachhaltiges Nutzungskonzept und gammeln vor sich hin. Wieso will der Regierungsrat einen solchen Megaevent in die Zentralschweiz holen? Welche nachhaltigen Effekte für die Gesellschaft und die Wirtschaft erwartet er von diesem Anlass? Wie kann er garantieren, dass die Umwelt nicht noch mehr belastet wird? Der Tourismusbereich in der Zentralschweiz ist ausgelastet. Wo soll dieser denn noch wachsen?
