Postulat: Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung mit Massnahmen abfedern
Archiv: 3. März 2017
Adrian Albisser und Daniel Furrer namens der SP/JUSO-Fraktion, Christov Rolla und Marco Müller namens der G/JG-Fraktion, sowie Sandra Felder-Estermann, Reto Kessler, Judith Wyrsch und Stefan Sägesser bitten den Stadtrat zu prüfen, ob sich die durch die Pensenerhöhung frei werdenden Mittel ganz oder teilweise, mittelfristig oder temporär in geeigneter Form zugunsten der Volksschule einsetzen lassen.
Die Umsetzung des kantonalen Sparpakets KP17 führt bei Lehrpersonen der Stadtluzerner Volksschule zu einer spürbaren Mehrbelastung bei gleichbleibendem Lohn. Im Giesskannenprinzip werden die Pensen über alle Schulstufen hinweg um je eine Lektion erhöht (von 29 auf 30 Lektionen in der Primarschule, von 28 auf 29 Lektionen auf der Oberstufe).
Bereits durch das 2015 umgesetzte städtische Sparprogramm "Haushalt im Gleichgewicht" (HiG) war die Volksschule von einer Reduktion der Mittel betroffen. Die Kumulation dieser beiden Massnahmen (HiG, KP17) liess sich in dieser Form nicht voraussehen. Die Auswirkungen auf die Lehrpersonen sind jedoch markant. Die Arbeitsbelastung steigt an, was die Qualität des Unterrichts und als direkte Folge davon auch das Wohlbefinden der Lehrpersonen und der Schülerinnen und Schüler negativ beeinflusst.
Aktuell sind in der städtischen Volksschule Projekte in der Umsetzung, die überdurchschnittliches Engagement verlangen und mitgetragen werden müssen, um erfolgreich zu landen. Zu nennen sind zwei Beispiele:
- Seit einem Jahr führt die Oberstufe das integrierte Modell (Integrierte Sekundarschule) ein.
- Auf das kommende Schuljahr läuft auf der Unterstufe der Lehrplan 21 an, dieser tritt bis 2021 auf allen Schulstufen in Kraft.
Wir bitten den Stadtrat zu prüfen, ob sich die durch die Pensenerhöhung frei werdenden Mittel ganz oder teilweise, mittelfristig oder temporär in geeigneter Form zugunsten der Volksschule einsetzen lassen.
