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Verkehrsberuhigtes Luzern mit der Städte-Initiative
9. Juni 2010, von Alain GreterWir befinden uns im Jahre 2030 n. Chr. Ganz Luzern ist mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuss oder per Velo unterwegs… Ganz Luzern? Nein! Unbeugsame Polit-Dinosaurier hören nicht auf, der nachhaltigen Mobilität Widerstand zu leisten. Sie verlangen immer noch die integrale Umsetzung des Aggloprogrammes mit dem Bypass und den beiden Spangen.
Ursula Stämmers Vision einer autofreien Innenstadt ist auf grosse Zustimmung gestossen. CVP, FDP und SVP wollen die Umsetzung mit einem massiven Ausbau der Strassenkapazität erreichen. Die zuletzt eröffneten Autobahnen zeigen aber, dass neu erstellte Strassen innerhalb von wenigen Jahren ein überdurchschnittliches Verkehrswachstum verursachen. Ein wirtschaftliches Grundgesetz besagt, dass mit der Verbesserung des Angebotes auch die Nachfrage steigt. Dies gilt auch in der Verkehrsplanung: Neue Strassen führen zu Mehrverkehr. Neue Strassen lösen demzufolge keine Verkehrsprobleme, sie verlagern sie bloss.
Die umverkehR Städte-Initiative führt schrittweise zur verkehrsberuhigten Innenstadt. In zehn Jahren soll der Anteil des öffentlichen Verkehrs, des Fuss- und Veloverkehrs um zehn Prozent zunehmen. Leider haben die unbeugsamen Strassenbauer im Grossen Stadtrat die Initiative abgelehnt. Mit einem Ja zur Städte-Initiative im September können wir Luzernerinnen und Luzerner einen ersten, kleinen Schritt zu Ursula Stämmers Vision machen: ein kleiner Schritt für jede und jeden von uns, ein grosser Schritt hin zu einer verkehrsberuhigten Stadt Luzern. Und im Jahre 2030 kennen wir die unbeugsamen Strassenbauer hoffentlich nur noch aus Comics.
