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Auch Adrian Borgula hat Wahlchancen
17. Januar 2011, von Sekretariat Grüne LuzernLeserbrief von Louis Schelbert, Nationalrat Grüne, Luzern, als Reaktion auf die Analyse der Regierungsratswahlen 2011 von Lukas Nussbaumer.
Die Artikel von Lukas Nussbaumer zu den Luzerner Wahlen entbehren inhaltlich gewiss nicht der Eigenwilligkeit. So sprach er Beat Hensler vor der CVP-Regierungsratswahl-Nomination die politische Erfahrung ab. Hensler war aber lange Zeit Departementssekretär beim Justizdepartement, mit andern Worten: Profipolitiker. Trotzdem sah ihn Nussbaumer in der Favoritenrolle. Nominiert wurde Hensler aber nicht. Das wiederum wertet Nussbaumer als Überraschung. Dabei schafften es in den letzten Wahljahren auch andere Kandidaten aus der Kantonsverwaltung weder aufs Ticket noch in die Regierung, so etwa die früheren Staatsschreiber Franz Schwegler und Viktor Baumeler, um zwei prominente CVP-Vertreter zu nennen.
Nun will Nussbaumer wissen, dass der Grüne Adrian Borgula der einzige Kandidat ohne Wahlchancen sei. Eine Begründung dafür liefert er nicht. Er schreibt bloss, Borgula wisse das – wie wenn Nussbaumer mit ihm gesprochen hätte. Das hat er aber nach Aussage Borgulas nicht gemacht. Alle Kandidaten haben Wahlchancen, nicht alle aber die gleich grossen. Die Grösse einer Partei muss nicht der entscheidende Faktor sein. Wie sonst hätte es Marcel Schwerzmann ohne Partei in die Regierung schaffen können? Auch Adrian Borgula hat Wahlchancen. Adrian Borgula ist anerkannt, nicht nur bekannt. Ich wünsche ihm viel Glück!
